Beide heißen Wallet, beide leben auf demselben Telefon, und wir werden ständig gefragt, ob sie dasselbe tun. Das tun sie nicht — und sobald man versteht, wofür jedes der beiden Produkte gebaut ist, wird klar, warum beide zusammen sinnvoll sind.
Google Wallet ist ums Bezahlen herum gebaut
Die Hauptaufgabe von Google Wallet ist kontaktloses Bezahlen: Bank- und Kreditkarten, die strengen Regeln der Zahlungsnetzwerke unterliegen und per NFC am Terminal belastet werden. Das funktioniert sehr gut. Treuekarten und Pässe gibt es in Google Wallet ebenfalls, aber sie sind ein Nebenraum, nicht die Eingangshalle.
Weil das Bezahlen an erster Stelle steht, sind die Karten dort größtenteils festgelegt. Ein gespeicherter Pass sieht so aus, wie ihn der Anbieter oder der Import erstellt hat, und danach lassen sich nur wenige Details ändern. Ist die Marke falsch, die Farbe unpassend oder fehlt die Notiz, die du an der Kasse brauchst, bleibt es meistens dabei.
ONEWallet ist für alles andere da
ONEWallet verarbeitet überhaupt keine Zahlungen. Es ist für den Rest deiner Tasche gemacht — Treuekarten, Mitgliedschaften, Gutscheine, Geschenkkarten und Bordkarten — und sein Kernversprechen ist das Gegenteil von festgelegt: Jede Karte kannst du vollständig selbst gestalten.
Öffne eine Karte im Editor, und du kannst alles darauf ändern:
- Name und Marke — nenne sie so, wie du sie wirklich nennst.
- Kartennummer — bearbeite sie oder scanne sie erneut mit der Kamera.
- Fotos — füge Vorder- und Rückseite der physischen Karte hinzu.
- Farbe — wähle eine Farbe, damit du die Karte sofort erkennst.
- Codeformat — wechsle zwischen Barcode (CODE 128 und mehr) und QR-Code.
- Mitgliedschaftsstufe — eine zweite Zeile wie „Executive Member“ oder „Gold“.
- Notizen, Ablaufdatum und Ort — PIN-Hinweis, Frist und zugehöriges Geschäft.
In Google Wallet trägst du die Karte, die man dir gegeben hat. In ONEWallet trägst du die Karte, die du gestaltet hast.
Warum die Anpassung wichtig ist
Eine Wallet-App steht und fällt an der Kasse. Wenn jede Karte dieselbe Vorlage hat, scrollst und kneifst du die Augen zusammen. Hat jede Karte ihre eigene Farbe, ihr eigenes Foto und deinen Namen, findest du die richtige in einer Sekunde — und die Stufe erspart dir die Suche in E-Mails, um deine Mitgliedschaft zu beweisen.
Die Felder für Ablaufdatum und Ort erledigen still den Rest: ONEWallet kann dich vor dem Ablauf eines Gutscheins erinnern und die richtige Karte anzeigen, wenn du das Geschäft betrittst.
Welche App solltest du also verwenden?
Beide. Wirklich. Lass deine Bankkarten in Google Wallet und bezahle damit kontaktlos. Verschiebe alles andere in ONEWallet, wo jede Karte so aussehen und funktionieren kann, wie du es möchtest. Verschiedene Aufgaben, eine Tasche — und eine physische Geldbörse, die du endlich zu Hause lassen kannst.


